Haltung:

Artland AlpakasAlpakas zählen zu den Herdentieren und sollten deshalb immer in Gruppen zu mehreren Tieren gehalten werden. Sie haben ein sehr ausgeprägtes Sozialgefüge, neue Herdenmitglieder werden in der Regel schnell in den Herdenverband der anderen Alpakas aufgenommen. Alpakas brauchen gerade in Regionen mit vielen Niederschlägen einen Stall in den sie sich bei Bedarf trocken unterstellen können. Damit sich das Alpaka im Stall auch wohl fühlt, benötigt es genügend Platz und Raum, um im Stall auch fressen, liegen und aufrecht stehen zu können. Wer Stallungen neu plant, sollte einem ausreichend großen Offenstall den Vorzug geben. Der Alpakastall sollte über eine zugfreie Belüftung verfügen.

Die vorgeschriebene Mindestgröße von Alpakaställen beträgt 2m² pro Tier. Erfahrungsgemäß können wir sagen:
gönnen sie ihren Tieren lieber das Doppelte der Mindestgröße, denn Alpakas liegen nicht gerne dicht an dicht. Für das Stallklima ist die Stallhöhe und die Stallgröße ganz entscheidend.Um genügend Kopffreiheit gewährleisten zu können ,benötigt der Stall für Alpakas eine Mindesthöhe von 2 Metern, dieses Maß sollte an keiner Stelle unterschritten werden, im Gegenteil, um auch für größere Tiere genügend Kopffreiheit sicherzustellen, rechnet man oft mit einem Maß von 2,5 m. Je höher, desto besser, da die Stallhöhe auch das Stallklima positiv beeinflusst. Um die Stallungen Traktorbefahrbar zu machen, sollte die Deckenhöhe mindestens 3 m betragen. Planen sie dementsprechend auch breite Tore und passende Boxenabmessungen ein. Vergessen sie dabei nicht, dass die Stallbeleuchtung(Leuchtstoffröhren etc,) ebenfalls entsprechend hoch angebracht sein muss. Boxen, die auch bei Alpakahaltung Verwendung finden, um einzelne Tiere von der Herde zu isolieren(Geburt, Krankheit), sollten eine Wandhöhe aufweisen, die nicht überwunden werden kann. Bei Alpakas reicht eine Höhe von 1,4 Metern in der Regel aus. Wichtig sind genügend Futterplätze, denn Alpakas fressen mit Vorliebe alle gleichzeitig. Auch frisches Trinkwasser muß jederzeit bereitstehen. 

Weide:

Alpakas sind Schwielensohler. Sie verursachen selbst auf matschigen Böden kaum Trittschäden. Für Alpakas sind magere Weiden (Ponyweiden) besser geeignet. Ein zu hoher Proteingehalt im Gras, kann zu einer Verschlechterung der Faserqualität führen. Die Weidefläche sollte für die ersten beiden Tiere mindestens 1000qm groß sein. Für jedes weitere Tier rechnet man noch einmal 100qm dazu. Alpakas sind steuerrechtlich als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt. Ein Alpaka entspricht 0,08 Großvieheinheiten. Es können also 12 Alpakas auf 1 ha gehalten werden, damit sie übers Jahr genug weiden können. Die Umzäunung muß mindestens 1,20m – 1,50m hoch sein und kann aus verschiedenen Materialien bestehen (Drahtgeflecht, Wildeinzäunung, Maschendraht).

Futter:

Gutes Heu mit niedrigem Proteingehalt zur freien Verfügung. Tragende und laktierende Stuten, sowie Deckhengste und Jungtiere im Wachstum erhalten je nach Bedarf eine Kraftfuttermischung dazu. Eine spezielle Mineralstoffmischung sollte zur freien Verfügung stehen.

Pflege:

Eine jährliche Impfung der Tiere mit dem Impfstoff Covexin 8. Untersuchung von Kotproben,um bei Bedarf zu entwurmen. Je nach Bedarf müssen die Zehennägel und die Zähne der Tiere gekürzt werden. Einmal jährlich müssen Alpakas geschoren werden, damit sie im Sommer nicht unter Hitzestress stehen.Geschoren wird zwischen Mai und Juni. Die Faser wir bereits bei der Schur nach 3 Qualitäten getrennt.